
Verwaltungs- und Finanzausschuss [#1198]
Öffentliche Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses
Interessante Punkte:
Berichte der Schulleitungen und der Büchereileitung
Rathaus, Großer Sitzungssaal
Dienstag, 28. April 2026, 18:00 Uhr
Bericht
4 Personen wollten gemeinsam mit 3 Gemeinderatsmitgliedern und 2 Angestellten der Verwaltung die Sitzung verfolgen. Am Pressetisch saß nur die Pressesprecherin des Rathauses. Alle 11 Mitglieder des Ausschusses waren anwesend.
Die Sitzung wurde vom beigeordneten für Finanzen geleitet und begann fast pünktlich.
- Die Sitzung begann mit den Berichten der Schulleitungen. Die Rektorin der Schule am Egelsee begann ihren Vortrag mit dem Hinweis, dass ihr keine Redezeitbeschränkung mitgeteilt wurde. In der Verbundstufe sind in den Klassen 1 bis 10 insgesamt 580 Schülerinnen und Schüler. Sie entwickelt sich 'ziemlich positiv'. Der Schulsanitätsdienst und die Pausenengel werden von den Kindern und Jugendlichen gestellt und sorgen so für eine Entlastung der Lehrkräfte in den Pausen: 'Das klappt wirklich richtig schön.' Ein wichtiger Punkt ist auch die Demokratiebildung. Hier lobte sie die Zusammenarbeit mit dem Rathaus. Der für nächstes Jahr vorgeschriebene gesetzliche Anspruch auf Ganztagsbetreuung wird heute schon erbracht. Und die angebotenen einzeln buchbaren Bausteine sind ein tolles Angebot. 'Aber natürlich ist nicht immer alles rosa.' Weitere qualifizierte Mitarbeitende des Kreisjugendrings werden z.B. benötigt. Auch die Qualität des Mittagessens wird 'unterschiedlich wahrgenommen'. Sie bat darum, bei der anstehenden Neuausschreibung die Schule mitzunehmen. Ein 'Bauchwehpunkt' sind die naturwissenschaftlichen Räume. Sie sind toll ausgestattet. Aber aufgrund der Raumgröße und verschärften Sicherheitsvorschriften können sie nicht voll genutzt werden. Für eine MINT-freundliche Schule wie die Schule am Egelsee ist hier Verbesserungspotential. 'Wir wachsen dennoch.' Danach verwies sie noch auf Auszeichnungen, die ihre Schülerinnen und Schüler bei verschiedenen Wettbewerben geholt haben. 'Es lohnt sich in Schulen zu investieren.'
Danach übernahm der Schulleiter der Mozartschule das Wort. Seine Schule ist mit 286 Schülerinnen und Schüler 'stabil dreizügig.' Er lobte die 'sehr weise gewählten' Schulbezirke. Mit nur einer FSJ-Kraft und 1 Schulsozialarbeiterin hat auch diese Schule dringend qualifiziertes Personal nötig: 'Die Ganztagesschule darf nicht vom Ehrenamt abhängig sein!' Er ist dankbar für die sehr engagierte Elternschaft, auf die auch in Ausnahmesituationen Verlass ist. Auch die Musikschule und die Bücherei sind für die Grundschule wichtig. Regelmäßig finden Schulversammlungen statt. Die Digitalisierung ist wichtig und die von der Gemeinde beschafften iPads sind täglich im Einsatz. Hier würde er sich schnelleres Internet und mehr IT-Kapazität bei der Gemeinde wünschen. 'Essen ist ein Thema', nahm er eine Anmerkung seiner Kollegin auf. Eine Mensa wäre nötig, da das Essen in seiner Schule im Schichtbetrieb eingenommen wird. Auch die Aufheizung der Klassenzimmer auf der Südseite im Sommer ist ein Problem. Er regte Photovoltaikanlagen auf dem Dach der Schule an, um damit in Sommer Klimageräte zu betreiben.
In der anschließenden Fragerunde lobten alle Fraktionen die beiden Schulleitungen. 'Da sind Leute mit Herzblut am Werk', lobte unser Fraktionsvorsitzender in seiner Wortmeldung. Es wurden noch viele Detailfragen gestellt und auch beantwortet.
Bezüglich der Lehrerausstattung wird 'seit Jahren der Mangel verwaltet.' Dennoch ist Neuhausen im Vergleich mit umliegenden Schulen eine 'Insel der Seligen.' Was aber auch viel an den engagierten Eltern liegt. Dass die Kompetenz der Schulabgänger stetig sinkt, wurde von der Rektorin nicht bestätigt. Ihrer Beobachtung nach nimmt die Spanne zwischen den guten und schlechten Abgängern zu. Ihre Verbundschule ist eher ein Erfolgsmodell. Beide Schulen arbeiten derzeit an neuen Internetseiten.
Nach über 90 Minuten wurden die beiden Pädagogen mit Applaus verabschiedet.
- Es folgte der nächste Bericht nun vom Leiter der Öffentlichen Katholischen Bücherei / Mediathek. Sie sieht sich als 'starker Bildungs- und Kulturpartner'. Ihr Bestand umfasst derzeit fast 19.000 Print- und weitere 2.000 Non-Book-Medien. Im letzten Jahr gab es über 57.000 Ausleihen. Die Zahl der aktiven Benutzer ist in den letzten Jahren kontinuierlich auf derzeit 1.345 gestiegen; 2025 gab es 279 Neuanmeldungen. Betrieben wird die Bücherei vom 2 Haupt- und 49 Ehrenamtlichen. Insgesamt hat das Team 2025 118 Veranstaltungen durchgeführt. Dazu zählen 31 Vorlesenachmitttage, je 5 Klassenführungen und Lesungen sowie 1 Vortrag. Auch der Tag der offenen Tür und der gleichzeitig stattfindende Bücherflohmarkt war wieder mit 80 Besuchenden gut besucht.
Mit ihm gingen fast alle Besucher.
- Es folgte ein Bericht der Verwaltung zur Grundsteuerreform zum 01.01.2025. 'Wir wollten mal wieder berichten', hieß es einleitend von der Verwaltungsbank. Bei der Grundsteuer B hat man nach Umstellung und einer Korrektur die angepeilten 2,9 Millionen fast punktgenau erreicht. Lediglich bei der Grundsteuer A ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Dies liegt aber daran, dass es vom Finanzamt immer noch kaum Bescheide hierzu gibt. Es immer noch mit der Fehlerkorrektur der Grundsteuer B beschäftigt. Die Widersprüche werden nicht bearbeitet, hier wird das Urteil abgewartet. Die Datenflut im Steueramt der Gemeinde hat nachgelassen. Die Grundsteuerreform hat zu einer Digitalisierung geführt. Mittlerweiler läuft fast alles digital. Auch die Hundesteueranmeldung und das Einrichtung eines SEPA-Mandats kann komplett digital durchgeführt werden.
- Unter Verschiedenes teilte die Verwaltung mit, dass die Gemeinde bei der sogenannten Sportmilliarde leer ausgegangen ist. Es gab eine Frage zum anstehenden verpflichtenden Kindergartenjahr. Hier rechnet die Gemeinde nicht mit Problemen, da die Kinderzahlen zurückgehen.
Damit war die Sitzung um 20:25 Uhr beendet
Letzte Aktualisierung:
01.05.2026 17:14 Uhr