
Technik- und Umweltausschuss [#1189]
Öffentliche Sitzung des Technik- und Umweltausschusses
Punkte:
Energiebericht der Klimaschutzagentur, Jahresbericht Mobilität, Sanierung Kirchstraße und Bausachen
Rathaus, Großer Sitzungssaal
Dienstag, 21. April 2026, 17:00 Uhr
Bericht
Die Zuschauerplätze waren gut gefüllt: 11 Bürgerinnen und Bürger sowie 5 Gemeinderatsmitglieder saßen dort. Auch eine wechselnde Anzahl an Sachverständigen und Rathausmitarbeitenden warteten auf ihren Einsatz. Alle Ausschussmitglieder waren von Beginn an am Ratstisch. Die Sitzung begann um 17:03 Uhr und wurde vom 1. Beigeordneten geleitet. Am Pressetisch saß die Pressesprecherin des Rathauses.
- Die Sitzung begann mit dem Punkt Änderung der Fenstergröße des zweiten Rettungswegs und Überschreitung der Geschossflächenzahl in der Weilgartenstraße.'Da auch Nachfragen kamen', wurde der Titel des Punktes erläutert: Das Ortsbauamt übernimmt den Titel des Landratsamts, auch wenn es für die Gemeinde nicht immer zu allem etwas zu entscheiden gibt – wie hier z.B. die Sache mit dem Rettungsweg. Nach dieser Erläuterung wurde der Überschreitung der Geschossflächenzahl einstimmig zugestimmt
- Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelcarport in der Brühlstraße, Abbruch der vorhandenen Doppelgarage, Anlegen von 4 PKW-Stellplätzen in der Robert-Bosch-Straße sowie Umbau, Erweiterung und Nutzungsänderung von Getränkehandel in einen Reifenhandel mit Lager und Anbau einer Werkstatt in der Schönbuchstraße wurde jeweils einstimmig und ohne Wortmeldungen zugestimmt.
- Beim Punkt Abbruch des vorhandenen Wohngebäudes mit Scheune, Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Garage und Carport in der Kesslerstraße gab es eine Nachfrage wegen der Überschreitung der Baulinie. Für das Ortsbauamt ist dies akzeptabel, da der Neubau dennoch von der Straße abrückt und die bestehende Mauer auf diesem Grundstück abgerissen wird. Diese Einzelfallentscheidung sei ein Kompromiss, der 'allen Seiten gerecht wird'. Auch einen Präzedenzfall kann die Verwaltung hier nicht erkennen. Danach wurde dem Baugesuch einstimmig zugestimmt.
- Einstimmig und ohne Rückfragen wurde der Überdachung eines vorhandenen Stellplatzes in der Bäderstraße zugestimmt.
- Beim Umbau und Nutzungsänderung des bestehenden Wohngebäudes im Fliederweg wurde darauf hingewiesen, dass ein bestehender Baum wegfalle. Ob dieser nicht ersetzt werden könne? Der Beschlusstext wurde daraufhin um diese Anregung erweitert; die Zustimmung erfolgte einstimmig.
- Es folgte der Anbau eines Wintergartens und eines Balkons im OG, Einbau von zwei
Nebengiebeln und einer Dachgaube im OG in der Bismarckstraße. Aus den Reihen der IGL-Fraktion gab es die Bitte, den genauen Beschlusstext vorzulesen. Daraufhin wurde dieser vom 1. Beigeordneten verlesen. Das Bauvorhaben wurde dann einstimmig abgelehnt.
- Bei der Errichtung eines überdachten Whirlpools in der Martha-Arnold-Straße gab es aus Reihen der FW-Fraktion Kritik an der Qualität der Vorlage. Der Sitzungsleiter verwies darauf, dass diese Vorlage vom Landratsamt kam. Dem Beschlusstext wurde dann einstimmig zugestimmt.
- Danach ging es um den Neubau eines Zweifamilienhauses mit Carport in der Mörikestraße. Aus den Reihen der CDU-Fraktion kam der Hinweis, dass es bei den 'Nutzungsziffern deutliche Überschreitungen' gebe. Es sollen 20 Prozent mehr Fläche überbaut werden. 'Das ist schon ein Wort'. Das Ortsbauamt will hingegen im Innenbereich durchaus eine Verdichtung zulassen. Schließlich wurde dem Antrag ohne Änderungen einstimmig zugestimmt.
- Erneut beschäftigte die brandschutztechnische Ertüchtigung des Rathauses den Ausschuss. Dieses Mal wurde der Vergabe eines Türelements einstimmig zugestimmt.
- Als nächstes folgte der Energiebericht der Klimaschutzagentur Esslingen. Ihr auf ein Jahr laufender Zeitraum ist fast abgelaufen. Untersucht wurden 5 kommunale Liegenschaften von der Egelseefesthalle bis zur Mozartschule. Diese Gebäude verbrauchen 47 Prozent der Wärme und 30 Prozent Stroms der Gemeinde. Dies wurde mit vielen Diagrammen untermauert. Bei der Egelseefesthalle und den mit angeschlossenen Gebäuden wird nur 14 Prozent der Energie mit Holzpellets erzeugt; 86 Prozent mit fossilem Gas. Das lässt sich ändern, meinte der Gutachter. Dabei würde Geld und CO2 einsparen. Für die Turnhalle der Mozartschule regte er an, über Solarthermie nachzudenken. Der 1. Beigeordnete meinte abschließend, die Sensibilisierung war gut. Die Anregungen werden nun intern weiterverfolgt.
- Den Abschluss der Sitzung war der Jahresbericht Mobilität. Im letzten Jahr wurde die Umgestaltung der Gartenstraße zur Radstraße geplant und hierzu eine Bürgerinfo durchgeführt. Auch der Umbau des Fuß- und Radwegs von der Marienstraße zur Ziegelei wurde angestoßen. Rund 195 Personen beteiligten sich am Stadtradeln. Erfolgreich war auch der Radchecktag an der Schillerschule. Neu errichtet wurden 2 Radservicepunkte. 4 Flächen wurden als potentielle Standpunkte für E-Ladesäulen gemeldet. Bei zweien steht ein Vertragsabschluss kurz bevor. Das neue Carsharing-Fahrzeug nutzen 30 Personen regelmäßig. Aus der Ratsrunde kamen Fragen und Hinweise zu den Radservicepunkten und zur Beleuchtung des neuen Radwegs an der Max-Eyth-Straße.
- Unter Verschiedenes gab die Verwaltung als Antwort auf eine Frage aus der letzten Sitzung bekannt, dass die Adenauerstraße im Mai wieder für den allgemeinen Verkehr geöffnet wird.
Die Sitzung war um 19:18 Uhr beendet
Letzte Aktualisierung:
01.05.2026 17:02 Uhr